Mercedes Rückruf: Brandgefahr bei EQA und EQB

Ungleiche Behandlung? In USA und China werden Mangel-Akkus getauscht - in Deutschland nicht

Mercedes Rückruf: Brandgefahr bei EQA und EQB: Ungleiche Behandlung? In USA und China werden Mangel-Akkus getauscht - in Deutschland nicht
Erstellt am 16. Februar 2026

Unter der Überschrift „Brandgefahr bei EQA und EQB“ sorgt die Berichterstattung des SWR im Format ARD Marktcheck vom 27. Januar 2026 für erhebliche Unruhe. Im Mittelpunkt steht der Vorwurf, dass Mercedes-Benz einen sicherheitsrelevanten Mangel an der Hochvoltbatterie nicht tatsächlich beseitigt, sondern lediglich durch ein Software-Update technisch „einhegt“. Die Aufregung der betroffenen Halter hierzulande entzündet sich vor allem daran, dass Mercedes-Benz sowohl in den USA als auch, wie jetzt bekannt wurde, bei rund 20.000 betroffenen EQB/EQA in China die Batterien austauscht.

Auslöser des Rückrufs war ein mögliches Risiko eines internen Kurzschlusses in einzelnen Batteriezellen, das im Extremfall zu einem Brand führen kann. Betroffen sind weltweit rund 70.000 Fahrzeuge der Modelle EQB und EQA (meist 70,5 kWh Batterie, Baujahre ca. Dez. 2021 – Jan 2024). Der verpflichtende Rückruf wurde bereits im Laufe des Jahres 2025 durchgeführt. Doch statt die fehleranfälligen Batterien auszutauschen, entschied sich Mercedes-Benz für den deutschen Markt „nur“ für ein Softwareupdate. Dieses soll kritische Ladezustände überwachen und begrenzen – die eigentliche Ursache in der Batterie bleibt jedoch bestehen.

Genau hier setzt die Kritik der deutschen Halter an: Es handelt sich nicht um eine Mangelbeseitigung, sondern um eine Risikominimierung. Die Technik werde per Software so gesteuert, dass problematische Zustände seltener auftreten. Für die Kundinnen und Kunden bedeutet das allerdings spürbare Nachteile, heißt es in der SWR-Berichterstattung. Denn um das Brandrisiko zu reduzieren, wird die nutzbare Batteriekapazität eingeschränkt. Das kann zu geringerer Reichweite führen, zu reduzierter Ladeleistung beim Schnellladen und zu längeren Standzeiten an der Ladesäule.

Damit verliert das Fahrzeug faktisch einen Teil seiner zugesicherten Eigenschaften. Ein Elektroauto, das in seiner Ladeperformance gedrosselt wird, büßt an Alltagstauglichkeit ein, lauten die Klagen der Halter hierzulande. Besonders problematisch ist, dass diese Einschränkungen dauerhaft bestehen können – obwohl die Käufer ein technisch einwandfreies Premiumfahrzeug erwarten durften.

Hinzu kommt: Teilweise mussten Fahrzeuge erneut in die Werkstatt, weil ein vorheriges Update nicht vollständig aufgespielt worden war. Das verstärkt den Eindruck, dass hier nicht die nachhaltige Beseitigung eines sicherheitsrelevanten Fehlers im Vordergrund steht, sondern eine vergleichsweise kostengünstige Softwarelösung. Während ein Batterietausch mit erheblichen Kosten verbunden wäre, lässt sich ein Update mit deutlich geringerem Aufwand realisieren – die wirtschaftliche Dimension liegt auf der Hand.

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